schnitt

(…) Man wünscht sich mehr solche Dokumentarfilme und der Wunsch wird in der Nachtvorstellung gleich erfüllt: Muezzin von Sebastian Brameshuber, der Film verführt, oder entführt zunächst einmal in das erwachende Istanbul, in schönen, ruhigen Bildern, steigt dann mit einem Muezzin auf sein Minarett, und ist damit in der Geschichte. Es finden in der Türkei Wettbewerbe von Muezzinen statt, doch dieser skurril anmutende Wettkampf wird auch in der Türkei weitgehend von den Medien ignoriert. Umso schöner, daß ein junger Österreicher sich des Themas annimmt, und es mit sehr viel Neugierde und Leidenschaft für das Kinopublikum aufbereitet. Vielleicht kann so ein Film auch dazu beitragen, der leidigen Diskussionen über Minarette eine andere Sicht hinzuzufügen und sie damit, vielleicht irgendwann mal, zu Gunsten der Toleranz zu beenden. (…) Auszug aus einem Bericht von CHRISTINE DÉRIAZ / Schnitt

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